Bericht über die Generalversammlung

Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Markt Eggolsheimam 06.01.2013

 

Hohe Auszeichnung für Kommandant Martin Arneth

 

Mit dem  Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold erhielt  Feuerwehrkommandant Martin Arneth eine besondere Würdigung seines langjährigen Engagements von Kreisbrandrat Reinhard Polster bei der Generalversammlung 2013.

Martin Arneth ist seit 30 Jahren Kommandant der FFW Markt Eggolsheim, seit 25 Jahren Kreisbrandmeister im Landkreis Forchheim und wurde bei den satzungsgemäßen Wahlen in der dieser Generalversammlung zum sechsten Mal in seinem Amt bestätigt. Sein Stellvertreter Thomas Hümmer wurde in seine 2. Amtsperiode wieder gewählt.

 Der als Gast anwesende Kreisbrandrat (KBR) Reinhardt Polster zeichnete zusammen mit dem Kreisbrandinspektor Hans Schmitt zur Überraschung aller, den Kommandanten Martin Arneth mit dem „Deutschen Feuerwehr – Ehrenkreuz in Gold“ des Deutschen Feuerwehrverbandes aus.

In seiner Laudatio ging der KBR sowohl auf die 30 jährige Amtszeit als Kommandant der FFW Markt Eggolsheim, als auch sein 25jähriges Engagement als Kreisbrandmeister im Landkreis Forchheim ein.

Als Kommandant hat er sich um die Ausstattung, Ausrüstung, den Fuhrpark und um eine gut ausgebildete und hoch motivierte Mannschaft der FFW Eggolsheim verdient gemacht und dient der Bevölkerung auch mit  der Integration von Präventivmaßnahmen für Feuerschutz und Unglücksfälle. Er arbeitet auch aktiv daran mit, dass die 112 als Notrufnummer sich besser in den Köpfen der Bevölkerung – vom Kindesalter an – festsetzt.

Als Kreisbrandmeister ist er nicht nur für elf Feuerwehren der Marktgemeinde Eggolsheim seit 25 Jahren verantwortlich, sonder hält auch seit 1988 die Funklehrgänge (84 bis heute) für die gesamten Feuerwehren des Landkreisen ab. Neben der Einführung und Umsetzung der Alarmierung mit BASIS 1996, war und ist er auch seit 2007 bei Einführung der Integrierten Leitstelle Bamberg und der Alarmierung der Feuerwehren Mit ELDIS III federführend für den Landkreis Forchheim tätig.

 

Durchschnittlich alle zehn Tage ein Ernstfall

In seinem Jahresrückblick listete Martin Arneth die relevanten Zahlen auf: 38 Alarmierungen, von denen 25 Prozent auf einen Mittwoch fielen – eine interessante Darstellung der Einsatzverteilung auf Wochentage ließ das erkennen.  Bei den Einsätzen machte die Brandbekämpfung 36 Prozent und die Technische Hilfeleistung 31 Prozent aus.

76 Aktive gehören der Freiwilligen Feuerwehr Eggolsheim an, dazu kommen 83 Fördermitglieder, 30 passive Mitglieder und 30 Ehrenmitglieder – insgesamt 219 Menschen, die der Feuerwehr verbunden sind. Die Ausstattung und Ausrüstung der Feuerwehrler werden der Bevölkerung nur bei Einsätzen bewusst oder wenn sie am Tag der offenen Tür schauen kommen. Welcher Aufwand „hinter den Kulissen“ nötig ist, um alles einsatzbereit zu halten, geht aus der Information hervor, dass die fünf Gerätewarte und weitere fünf Helfer 173,5 Stunden für Pflege, Wartung, Prüfung und Instandhaltung der Fahrzeuge, Geräte, Schläuche, Atemschutzgeräte und Ausrüstungsgegenstände aufgewendet haben.

Neue Vorschriften

Die Bevölkerung muss mit der Rauchmelderpflicht noch vertrauter gemacht werden. Ab diesem Jahr gilt sie für alle neu gebauten Wohnungen. Die bereits vorhandenen Wohnungen müssen bis 31.12.2017 mit Rauchmeldern ausgestattet sein.

Kommandant Martin Arneth dankte allen, die sich für die oder in der Feuerwehr engagieren.           

 

Der Feuerwehrverein ist sehr aktiv

Diesen Dank brachte auch Matthias Huberth zum Ausdruck in der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr, die der Aktiven-Generalversammlung voraus gegangen war.  Er  und sein Stellvertreter Christopher Huberth wurden in ihren Ämtern für die nächsten drei Jahre wiedergewählt. Ebenso der Schriftführer Marco Knorr. Als Kassier wurde Barbara Albert und als Vertrauensmann Stefan Rickert neu in den Vorstand gewählt.

Auch Matthias Huberth bedankte sich bei der Gemeinde Eggolsheim, vertreten durch Bürgermeister Claus Schwarzmann, für die gute Zusammenarbeit. In seinem Rückblick gab es lediglich einen Monat (März) im Jahr 2012 puttygen , in dem der Feuerwehrverein nicht aktiv gewesen ist. Der Bogen reichte von der Bewirtung beim Seniorenfasching der Gemeinde über eigene gesellschaftliche Veranstaltungen bis zur erfolgreichen Teilnahme am Bürgerschießen, den zahlreichen kirchlichen Terminen und der Teilnahme an der Einweihung des Feuerwehrhauses in Cavedine, bei dem die Eggolsheimer Wehr mit zehn Mann präsent war.

Auch der Terminkalender für 2013 ist zu Beginn des Jahres schon respektabel: 13 Zeiträume in verschiedenen Monaten sind schon verplant.

 

Die Jugendfeuerwehr – mehr als Nachwuchs-Sicherung

Die Jugendfeuerwehr erfüllt mit ihrem Engagement nicht nur den verantwortungsvollen Auftrag, interessierte Jugendliche für die Feuerwehr zu begeistern, sondern wirkt auch sinnstiftend in einer immer egoistischer werdenden Gesellschaft. Der Jahresbericht der Jugendfeuerwehr macht das deutlich.

„Die Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Eggolsheim kann auf ein aktives Jahr 2012 zurückblicken. Seit dem 6. Januar ist sie auf Facebook präsent. Darüber hinaus haben die Jugendlichen auch eine private Gruppe der Jugendfeuerwehr eingerichtet, in der Termine und Neuigkeiten sowie die interessantesten Fotos der letzten Übungen ausgetauscht werden. Zugang haben nur die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Eggolsheim.

Erste Fotos sind dort eingepflegt vom Besuch bei der Feuerwehr Forchheim. Kommandant Jürgen Mittermeier stellte den typischen Einsatzablauf, die Fahrzeuge und auch das Feuerwehrhaus sehr anschaulich vor. Die Atemschutzstrecke, schon im Abbau befindlich, sowie das kleine aber doch interessante Feuerwehrmuseum machten aus dem Besuch einen etwas längeren Abend. Dafür ging im Jahresbericht nochmal der Dank an die Forchheimer Kammeraden.

 

Bei der Jugendolympiade in Bräuningshof belegten die Gruppen das vordere Mittelfeld Platz 6 und 7,  sowie Platz 23. Schmunzeln rief die Erinnerung an die Jokerübung hervor: „Die sogenannte Jokerübung verursachte bei allen Teilnehmern intensive Diskussionen über die richtige Strategie. Wie macht man es richtig. Auch wir diskutierten und klamm heimlich ging die Gruppe zwei ganz allein dahin, setzte ihre eigene Strategie – ganz ohne die schlauen Führungskräfte (Jugendwarte und Kommandant) – um. Wer war wohl der Sieger der Übung? Ja, unsere Gruppe 2 aus Eggolsheim. So konnten wir zumindest diesen Pokal abräumen.“

 

Die Stärke der Jugend

Highlight im sogenannten Sommer war der 24 Stunden-Tag in der Feuerwehr. Ganz wie eine Berufsfeuerwehr trafen sich die Nachwuchsfeuerwehrler am Samstagmorgen zu Frühstück und Fahrzeugübernahme. Die Mannschaft wurde eingeteilt und dann ging es mit praktischen und theoretischen Übungen los. Erste eingespielte Alarmierung war ‚Keller unter Wasser’. Der Einsatz verschiedener Pumpen wurde geübt, dazu die Theorie.
Das macht hungrig, ein ordentliches Mittagessen sowie etwas Pause gehören auch dazu. Der Nachmittag wurde bei gutem Wetter genutzt, um das ‚Wasserfördern über lange Schlauchstrecken’ bei der Grotte aufzubauen. Viel Material und Mann sind für solch eine Übung erforderlich. „Von beidem hatten wir ausreichend da.“

Nach der Kaffeepause und etwas Sport ging es frisch geduscht zum Abendessen. Standesgemäß fuhr die Jugendfeuerwehr mit dem frisch restaurierten Opel Blitz zum Schwarzen Kreuz. Sie folgte der Einladung von Bürgermeister Claus Schwarzmann, der die Jugendfeuerwehr aufgrund des Pokalgewinns zum Schnitzelessen eingeladen hatte.

Zurück im Feuerwehrhaus winkte ein entspannter Filmabend, der jedoch jäh von einer Alarmierung unterbrochen wurde. Brennendes Heu auf dem Platz des Johannisfeuers forderte den ganzen Jugendfeuerwehrler. „Sonnenuntergang mit anständigem Feuer hat etwas von Romantik.“

Nach Abschluss des Einsatzes und Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft wurde der Film zu Ende geschaut und dann das Nachlager im Unterrichtsraum aufgebaut. Kurz vor Sonnenaufgang, es war noch dunkel, kam ein Ruf zum Ausleuchten eines Hubschrauberlandeplatzes. Passender Kommentar: „Mir schien es, als ob die Jugend so eine nächtliche Alarmierung deutlich lockerer weg steckt, als wir Älteren. Die saßen schon im Auto da waren wir noch nicht fertig angezogen.“

Noch etwas Schlaf und dann endete der 24h Tag mit Frühstück und der Überreichung einer kleinen Anerkennungsmedaille.

Besonderer Dank ging an Thomas Schäfer für die gute Unterstützung sowie an die Kommandanten Martin und Thomas, sowie Phillipp Hümmer und Hans Arneth.

Der Rest des Jahres war schnell berichtet: Obligatorisch hat die Feuerwehrjugend am Wissenstest im Oktober erfolgreich teilgenommen; die Bayrische Jugendleistungsprüfung am 13. Oktober haben alle bestanden. Der Martinsumzug stand noch auf dem Pflichtprogramm.

Den Jahresabschluss bildete wieder eine kleine Fackelwanderung mit anschließender Einkehr.“

Die Jugendwarte Matthias Kißmer und Christopher Huberth gaben mit diesem Bericht einen guten Überblick über die abwechslungsreiche Arbeit der Jugendfeuerwehr, in der noch Platz für weibliche und männliche Jugendliche ist.

sf

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